Systemisch A wie Autonomie

Eine schwierige Kindheit ist kein Grund sich wie ein Arschloch zu verhalten.
Autonomie bedeutet, die in uns angelegte Wahlfreiheit zu nutzen – wir müssen es nur tun
Viele Menschen verbinden Autonomie mit dem Wunsch, unabhängig zu sein. Aus systemischer Sicht geht es jedoch weniger um Abgrenzung, sondern darum, im Einklang mit den eigenen inneren Signalen zu handeln, auch in Kontakt mit anderen.
Im neuen Blogbeitrag spreche ich darüber, wie Autonomie in der Systemtheorie definiert wird, welche Rolle sie in der therapeutischen Arbeit spielt und weshalb echte Autonomie und Verbundenheit sich nicht ausschließen. Häufig entsteht Stabilität genau dort, wo beides miteinander verbunden ist.
Die 5 Schritte der Selbstregulation

„Warum bin ich schon wieder ausgerastet?“ –
„Ich muss mich einfach mehr zusammenreißen.“
Wenn Du Dich das nach einem emotionalen Ausbruch fragst, steckst Du wahrscheinlich mitten in einer Problemhypnose: Die vermeintliche Lösung wird zum Problem. Mehr Kontrolle führt zu mehr Druck – und der entlädt sich irgendwann.
Dabei kann „Zusammenreißen“ schon logisch nicht funktionieren. Was wir tun, ist: Gefühle unterdrücken, uns anstrengen, für andere „aushaltbar“ zu bleiben. Genau das hält den Kreislauf oft am Laufen.
Versteh mich nicht falsch: Das ist kein Freifahrtschein für impulsives Verhalten. Als Erwachsene tragen wir Verantwortung für unsere Gefühle und wie wir mit ihnen umgehen.
Und gleichzeitig gilt: Unfreundliche Selbstgespräche/Gedanken machen es nicht besser.
Hinter lauten Emotionen liegen meist leisere. Sie zeigen Dir, wo Bedürfnisse nicht erfüllt oder Grenzen überschritten wurden. Es geht nicht darum, das Laute wegzubekommen – sondern das Leise dahinter wahrzunehmen und einen anderen Umgang damit zu finden.
In diesem Blogbeitrag schreibe ich über „Die 5 Schritte der Selbstregulation“ und wie Du von der emotionalen Überforderung zum liebevollen Grenzen setzen kommen kannst.
Systemisch A wie Autopoiese

Veränderung lässt sich nicht von außen verordnen – sie entsteht im System selbst und beginnt dort, wo wir innerlich „Ja“ sagen.
In der systemischen Arbeit geben Therapeut:innen lediglich Anstöße, doch welcher Impuls wirklich Resonanz findet und wie, entscheidet das eigene innere Gefüge.
Autopoiese bedeutet genau das: Ein individuelles System gestaltet seine Entwicklung selbstbestimmt und aus eigener Kraft.
Hier geht’s zum vollständigen Beitrag.
Systemisch R wie Reframing

Der Begriff Reframing (en. frame = Rahmen) wird im Deutschen als „Umdeutung“ bezeichnet. Im therapeutischen Kontext geht es darum, dem Geschehen (Ereignis, Verhalten, Aussagen) eine andere, hilfreichere Bedeutung zu geben, indem die Perspektive (der Kontext, die Beziehung zu etwas oder die innere Haltung) verändert wird.
Wie Reframing in der systemischen Therapie eingesetzt wird, erläutere ich am Beispiel von Jonas -einem überdurchschnittich erfolgreichen jungen Mann, der unter Ängsten und Panik leidet- in diesem Blogartikel.
Systemisch M wie Mehrgenerationale Traumata

Probleme, Konflikte, Leid oder auch Symptome wie Ängste, Depression oder Traumafolgestörungen, erscheinen nicht isoliert, sondern stehen oft in Verbindung mit transgenerationalen Weitergaben — mit Loyalitäten, Aufträgen, Schweigen, Scham- & Schuldgefühlen, Delegationen, Vermeidungsverhalten und unerfüllten Erwartungen sowie physiologischen und genetischen Veränderungen in Bezug auf den Stresshormonspiegel, die sich durch die Familiengenerationen ziehen.
Die gute Nachricht ist, auch ererbte Wunden, können mithilfe von systemischer Traumatherapie verarbeitet werden.
Mehr dazu findest Du in diesem Blogartikel.
Systemisch R wie Ressourcen bzw. Ressourcenorientierung

Gerade in Krisenzeiten, bei starkem Stress oder nach einem einschneidenden Erlebnis (Trennung, Verlust, Kündigung), brauchen wir unsere Ressourcen am dringendsten. Doch genau dann hat es den Anschein, als litten wir unter einem spontanen Verlust von Kompetenzen. Gefühle wie Unsicherheit, Wertlosigkeit oder Antriebsmangel halten uns davon ab, die Schritte zu gehen, die wir eigentlich brauchen.
Was es nun braucht ist eine ressourcenorientierte systemische Haltung.
Mehr dazu findest Du in diesem Blogartikel.
Systemisch K wie Kognitive Verzerrungen

Dein Gehirn verarscht dich – und das ziemlich zuverlässig. Es lässt dich an den einen kritischen Blick denken, statt an all die positiven Rückmeldungen. Es malt Katastrophen aus, liest Gedanken anderer oder macht aus einem kleinen Fehler gleich den Weltuntergang. Diese kognitiven Verzerrungen sind menschlich – aber sie müssen nicht dein Leben bestimmen. Im Blog zeige ich dir, welche typischen Denkfallen es gibt, warum sie entstehen und wie du sie im Alltag entlarven kannst.
Systemisch I wie Introjekt

Introjekte – die Verinnerlichung von außen kommenden, oft nicht verarbeiteten, Werten, Normen, Überzeugungen und Verhaltensweisen- prägen uns oft stärker, als uns bewusst ist.
In diesem Artikel erfahren Sie, was Introjekte – insbesondere Täterintrojekte – sind, wie sie entstehen und warum sie einst eine wichtige Schutzfunktion hatten. Sie erhalten einen Einblick, wie systemische Traumatherapie dabei unterstützt, diese inneren Stimmen zu erkennen und neue Wege im Umgang mit ihnen zu finden.
Systemisch Z wie Zirkulär / Zirkuläre Fragen

Die zirkuläre Perspektive betrachtet Wechselwirkungen innerhalb eines Systems, anstatt lineare Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge zu suchen. Symptome oder Verhaltensweisen werden als beziehungsgestaltende Elemente verstanden, die Dynamiken innerhalb eines Systems beeinflussen. Statt Symptome zu pathologisieren und Klient:innen als defizitär zu etikettieren, liegt der Fokus darauf, Sinnhaftigkeit und regulativen Effekte von Symptomen in den Beziehungen des Klienten erkennbar zu machen.
Systemisch Y wie Yes-Setting

Yes-Setting ist eine therapeutische Methode, die durch bestätigende Aussagen oder Fragen eine zustimmende Haltung fördert. Sie verringert Widerstände, stärkt Vertrauen und erhöht die Offenheit für neue Perspektiven, wodurch Veränderungsprozesse erleichtert werden. Klient:innen erleben sich als aktiv mitgestaltend, was Veränderungsprozesse erleichtert.